Noch eine Leseempfehlung

erstellt am: 16.01.2016 von Alex | Kategorie(n): Leseempfehlungen | Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Im Juli 2015 habe ich euch den Artikel von Hossein Derakhshan zu bedenklichen Entwicklungen im Web wie die Abwertung von Hyperlinks und Zentralisierung sowie Reduzierung der Meinungsvielfalt durch große soziale Netzwerke ans Herz gelegt. In genau die gleiche Kerbe schlägt der Artikel von Sven Lennartz Blogs brauchen – ! Ein Plädoyer für mehr Links. Er empfiehlt, in Blogs mehr Links zu anderen Quellen zu setzen. Sein Motiv ist aber nicht etwa SEO, wie es oft der Fall ist. Er beklagt vielmehr ähnlich wie Hossein Derakhshan die Zentralisierung des Web durch große soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook und fordert uns auf, Artikel, die wir gut finden, nicht nur dort zu teilen, sondern auch in unseren Blogs zu verlinken. Er schreibt dazu:

„Wenn etwas gut ist, gebe dich nicht damit zufrieden den Link via Facebook oder Twitter zu teilen, du musst ihn in einem Beitrag verwenden. So lenkst du selbst den Traffic. Überlass das nicht den Diensten. Die können es zweifellos, doch sie tun es nie uneigennützig. Die Unternehmen wollen immer ihren Anteil, wollen stets mitverdienen nach Tradition der Mafia. Das dürfen wir ihne nicht erlauben, wir müssen es selbst in den Händen halten.“

Gegen die Großen kann man nur bestehen, indem man zusammenhält. Das war schon immer so. Doch stattdessen erlauben wir es den Netzwerken uns gegeneinander auszuspielen. Am Ende gewinnt immer das Netzwerk. Das nervt mich. Das finde ich schlecht. Das will ich nicht.

Ich will Blogs verlinken, nicht Facebook. Social Media sollte keinen Traffic verteilen, diese mächtige Position sollten wir niemandem gestatten. Wir sollten es selbst tun. Verlinke, um ein Zeichen gegen den umsichgreifenden Social Media Wahn zu setzen.“

Ich finde, besser kann man nicht ausdrücken, worum es geht. Auch seiner Aufforderung „Scheiß auf Google!“ kann ich nur zustimmen. Genau das tue ich in diesem Blog auch.

Was man der Macht der „Großen“ wie Twitter, Google und Facebook entgegensetzen kann, erklärt er ebenfalls. Er nennt Blogparaden und Linkparties als gute Möglichkeiten, andere Blogs zu verlinken. Letztere sind ein Konzept, das ich selbst noch nicht kannte, aber recht interessant finde. Last but not least bedauert er das Verschwinden der Blogrolls – das sicher auch damit zu tun hat, dass WordPress die Funktion aus dem Core geworfen hat – und regt an, wieder eines einzurichten. Das werde ich hier auch tun.

Langer Rede kurzer Sinn: Lest den Artikel! Und verlinkt ihn und andere! Es lohnt sich!

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kurze URLs: Ein gefährlicher Segen?

erstellt am: 21.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Dienste | Schlagwörter: , , ,

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 26. 10. 2008 in meinem allerersten Blog auf wordpress.com

Im Zuge meiner ersten Erfahrungen mit Twitter habe ich mich in den letzten Tagen vermehrt mit der Technologie beschäftigt, mit der sogenannte Kurz-URL-Dienste arbeiten. Mittlerweile gibt es verschiedene Anbieter, die die Möglichkeit bieten, normale, lange URLs zu kürzen und durch ein Format zu ersetzen, das ungefähr so aussieht: http://anbieter/code. anbieter ist dabei die Domain des Anbieters des Services, und der code steht für den codierten URL der Website. Diese Daten werden verknüpft mit dem richtigen URL in einer Datenbank gespeichert, sodass beim Aufruf des gekürzten URLs der richtige URL aufgerufen werden kann. Insbesondere bei Microblogsystemen wie Twitter sind kurze URLs sehr verbreitet, da man bei diesen Systemen nur wenige Zeichen zur Verfügung hat. Da bietet es sich an, stattdessen auf eine Webseite zu verweisen und dafür eine kurze URL (Short URL) zu verwenden.

So weit, so gut. Aber es gibt auch eine dunkle Seite bei kurzen URLs. Die Verwendung kurzer URLs birgt einige erhebliche Probleme: (mehr …)

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Ist die „Sehnsucht nach dem alten Web“ wirklich so schlecht?

erstellt am: 20.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Geschichte des Web | Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

t3n diskutiert heute ein interessantes Thema, nämlich die „Sehnsucht nach dem alten Web“. Der Autor meint damit die Sehnsucht nach der „Periode, in der sich plötzliche, totale Freiheit mit der Abwesenheit von formellen Strukturen und traditionellen Hierarchien paarte.“. (mehr …)

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Social Media – Selfish Media

erstellt am: 15.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Dienste | Schlagwörter: , , , , , , ,

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 2. 2. 2013 in meinem privaten Blog.

Dienste wie Facebook, Google+ oder Twitter werden zusammengefasst auch als soziale Netzwerke oder Social Media bezeichnet. Diese Begriffe suggerieren, dass dort eine Art von Gemeinschaft entsteht, innerhalb derer man sich austauscht, Inhalte miteinander teilt sich umeinander kümmert und miteinander kommuniziert, es also wirklich sozial im Sinne von gemeinschaftlich zugeht. Aber ist das wirklich so? (mehr …)

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Dein Web ist in Gefahr – und du merkst es nicht!

erstellt am: 13.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Allgemein | Schlagwörter: , , , , , , , ,

Ich bin nun schon zwanzig Jahre im Internet und somit auch im Web unterwegs. In den letzten Jahren bemerke ich eine Entwicklung, die mir nicht gefällt. Das Web verändert sich. Währnd wir vor einigen Jahren noch eine Vielzahl von Websites genutzt haben, konzentrieren sich die Aktivitäten vieler Menschen im Web mittlerweile auf einige wenige Anbieter sozialer Netzwerke, vornehmlich Facebook. Man informiert sich überwiegend über die Timeline seiner Freunde. Twitter nutzen auch noch sehr viele aktiv, Google+ schon wesentlich weniger. Auch in anderen Bereichen des Internet sieht es nicht besser aus. Mobil etwa chatten die meisten über WhatsApp, das es mittlerweile auch als Desktop-Anwendung gibt – und das inzwischen Facebook gehört.

Mit anderen Worten: Die Nutzung des Webs konzentriert sich mehr und mehr auf einige wenige Monopolisten. Und diese Monopolisten versuchen natürlich, ihre Macht auszubauen, wie etwa Facebook, das mit einigen Zeitungen vereinbart hat, dass bestimmte Artikel nur noch über das soziale Netzwerk veröffentlicht werden sollen. Die Politik tut das Ihrige dazu und stellt immer wieder die Netzneutralität, also die Gleichbehandlung aller Anbieter im Netz, zugunsten von Monopolisten infrage. Der Datenschutz wird zugunsten der Großkonzerne ausgehöhlt oder von diesen gar nicht erst beachtet. (mehr …)

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