Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, habe ich hier vier Artikel republiziert, die ich bereits in anderen Blogs veröffentlicht hatte, weil sie thematisch in dieses Blog passen. Gleichzeitig habe ich die Artikel – auch wegen der dort schon vorhandenen Kommentare – in den anderen Blogs bewusst online gelassen und keine Weiterleitung gesetzt. Es ist bekannt, dass Google das als „doppelten Content“ bestraft und Seiten abwertet. Ihr fragt euch jetzt sicher, warum ich nichts dagegen tue. Die Antwort ist einfach:

Es ist mir egal. In diesem Blog soll es darum gehen, dass wir unser Web zurückerobern. Ich bin daher nicht bereit, mich hier dem Diktat eines Monopolisten zu unterwerfen, nur um besser gefunden zu werden. Es sind meine Inhalte, und wenn ich sie doppelt veröffentlichen möchte, dann tue ich das. Als ich vor 23 Jahren angefangen hatte, mich mit Hypertexten und ihrem Sinn zu beschäftigen, gab es noch gar keine Suchmaschinen. Der Sinn von Hypertexten wurde nicht darin gesehen, möglichst gut gefunden zu werden, sondern in der Bereitstellung nichtlinear verknüpfter Dokumente. Um doppelten Content hat man sich damals keine Gedanken gemacht. Es gab keinen Wettbewerb zwischen Hypertexten, wie es heute der Fall ist.

Zugegeben, die Situation hat sich seither drastisch verändert. Aus einigen wenigen Dokumenten im WWW sind viele Milliarden geworden. Das macht es natürlich ungleich schwieriger, Informationen zu finden. Ein Suchmechanismus ist mittlerweile unabdingbar geworden. Hinzu kam die fortschreitende Kommerzialisierung des Webs, die die Konkurrenzsituation förderte, weil es plötzlich nicht mehr um Dokumente ging, die Wissenschaftler untereinander austauschen können, wofür das WWW ursprünglich gedacht war, sondern darum, bei Angeboten für Kunden die Nase vorn zu haben. Diese Gemengelage hat Google genutzt und sich durch eine ausgeklügelte Technologie zum Platzhirsch unter den Suchmechanismen gemausert, dem heute nahezu alle folgen.

Aber das muss man ja nicht mitmachen, oder? Ich bin mir sicher, ihr findet mich auch, wenn Google mich für doppelten Content bestraft. Und ich habe sicher nichts dagegen, wenn ihr in euren Blogs und auf euren eigenen Webseiten in eurem Web auf mich verweist.

Wenn ihr jetzt darauf hinweist, dass ich doch auch ein SEO-Plugin einsetze, dann habt ihr recht. Das Plugin dient aber nicht zur „Suchmaschinen-Optimierung“, sondern schlicht dazu, einige Metainformationen und maschinenlesbare Inhalte zur Verfügung zu stellen, die auch für Menschen hilfreich sein können. Metatags für die großen sozialen Netzwerke verwende ich dagegen nicht.

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