Gute Webseiten - was macht sie aus?
Zusammenfassung: In diesem Artikel möchte ich aufzeigen, was in meinen Augen gute
Webseiten ausmacht, aber auch deutlich machen, was in meinen Augen keine guten Webseiten sind..
Darüber, welche Kriterien Webseiten erfüllen müssen,
um gute Webseiten zu sein, gibt es unterschiedliche Auffassungen. Aus
meiner Erfahrung mit der Erstellung von Webseiten habe ich einige
Richtlinien für gute Webseiten entwickelt, an die ich mich bei meiner
Arbeit halte. Wenn Sie Interesse an guten und günstigen Webseiten
haben, dann sprechen Sie mich
an!
Zusammengefaßt lassen sich folgende Kriterien für gute
Webseiten aufstellen:
- Gute Webseiten legen nicht nur Wert auf die Optik
- Gute Webseiten müssen nicht alles aufbieten, was technisch möglich ist
- Gute Webseiten enthalten keine hochauflösenden Bilder
- Gute Webseiten enthalten keine Hintergrundmusik
- Gute Webseiten sind barrierefrei
- Gute Webseiten sind nicht von einem bestimmten Browser abhängig
- Gute Webseiten sind nicht von einer bestimmten Bildschirmauflösung abhängig
- Gute Webseiten bieten dem Besucher viel nützlichen Inhalt
- Gute Webseiten sind für Suchmaschinen optimiert
- Gute Webseiten sind in validem, W3C-konformem XHTML Strict geschrieben
- Gute Webseiten sind benutzerfreundlich
- Gute Webseiten stellen die Funktion und den Inhalt in den Vordergrund, nicht die
Optik
- Gute Webseiten sind gegen Angriffe abgesichert
- Gute Webseiten sind schnell zu laden
- Gute Webseiten enthalten möglichst nur dann clientseitige Skripte und proprietäre Formate
wie Flash, wenn es zur Umsetzung bestimmter Ziele unbedingt nötig ist
- Gute Webseiten sind in korrekter Rechtschreibung und Zeichensetzung
verfaßt
- Gute Webseiten sind trotz allem auch ästhetisch
- Gute Webseiten entsprechen höchsten Datenschutzstandards
Warum diese Kriterien für gute Webseiten besonders wichtig sind, versucht der folgende Artikel näher
zu erläutern.
Wie man gute Webseiten erstellt, und welche Fehler man vermeiden
sollte
Ich werde häufig gefragt, was denn nun „gute Webseiten“ ausmacht.
Hier gehen die Meinungen sicher weit auseinander. Für manche sind gute Webseiten
ausschließlich mit Flash gemacht, denn man muß ja „auf dem neuesten Stand der
Technik“ sein. Andere betonen, daß gute Webseiten grafisch perfekt gestaltet sein
müssen. Sicherlich kann man das alles so sehen, und die optisch ansprechende Gestaltung ist
ohne Frage ein Kriterium für gute Webseiten. Jedoch sind diese Ansätze alle mit
erheblichen Nachteilen behaftet, wenn Webseiten ausschließlich mit Flash oder auf Basis von
Grafiken gestaltet sind oder bei Webseiten ausschließlich auf die Optik und nicht auf die Funktionalität und
Benutzerfreundlichkeit geachtet wird. Ich habe daher andere Maßstäbe an gute Webseiten. Bevor ich diese darlege, möchte
ich jedoch einige Irrtümer über gute Webseiten diskutieren.
Einige Irrtümer über gute Webseiten
Natürlich gibt es vielfältige Ansichten darüber, was gute Webseiten ausmacht. Einige dieser Meinungen beruhen
jedoch meiner Meinung nach auf Irrtümern:
- In vielen Fällen wird ausschließlich Wert auf die Optik von Webseiten gelegt. Gute Webseiten sind für viele
Webseiten, „die knallen“, wie ich einmal in einem Auftragsgesuch für Webseitenerstellung las. Aber
was nützen dem Anbieter und dem Besucher von Webseiten Webseiten, die „knallen“, wenn die
Funktionalität dabei auf der Strecke bleibt? Natürlich sollen gute Webseiten auch gut aussehen, denn das motiviert den
Besucher, möglichst lange auf einer Webseite zu bleiben. Aber man sollte darüber hinaus die Funktionalität nicht
vernachlässigen. Besonders gut läßt sich das anhand von Texten illustrieren. Texte oder Menüs, die ausschließlich in
Grafiken oder gar in Flash oder Java abgelegt sind, sehen zwar optisch vielleicht sehr schön aus, weil man Schriftarten
verwenden kann, die man sonst nicht zur Verfügung hat. Aber sie haben viele Nachteile. Webseitenbesucher, die Grafiken in
Ihrem Browser abschalten, sehbehinderte Menschen mit Screenreadern und Suchmaschinen können diese Texte nicht lesen oder
erfassen. Damit erscheinen so gestaltete Webseiten für diese Benutzergruppen und für Suchmaschinen ohne Inhalt.
- Gute Webseiten sind für viele Webautoren vor allem Webseiten, die alle möglichen technischen Raffinessen ausschöpfen.
Flashfilme, JavaScript-Effekte, animated GIFs und andere Elemente finden Sie auf solchen Webseiten zu Hauf. Zugegeben,
diese Webseiten sind beeindruckend. Es gehört viel technischer Sachverstand dazu, solche Webseiten zu erstellen. Jedoch
mangelt es in diesen Fällen dafür häufig an Sachverstand zur Benutzerfreundlichkeit. Man erwartet derartige Effekte vielmehr von Computerspielen und ähnlichen Medien. Der Nachteil solcher Webseiten liegt darin, daß sie mit langsamen
Internet-Verbindungen oder ohne die Installation verschiedener Plugins nicht benutzbar sind. Technisch raffinierte
Webseiten sind daher meist nur für eine kleine Benutzergruppe geeignet. Generell sollte man auf die genannten
Technologien weitestgehend verzichten, wenn man gute Webseiten vor allem zu geschäftlichen Zwecken erstellen will, die
für alle zugänglich sein sollen und mit denen man einen möglichst weiten Kundenkreis erreichen will.
- Ähnliches gilt für hochauflösende Bilder. Manche Webautoren denken, daß ihre Webseiten gute Webseiten werden,
weil die Bilder, die sie darin eingebaut haben, von hoher Qualität sind. Meist werden dadurch jedoch User viel mehr
verärgert, weil sie entweder zu lange warten müssen, bis die Seite geladen ist, oder bei einem Volumentarif für die
Übertragung eines großen Bildes viel zahlen müssen. Erläuternde Grafiken oder Abbildungen sind für gute Webseiten
ohne Frage manchmal unabdingbar. In der Regel sollten diese jedoch möglichst klein gehalten werden. In Ausnahmefällen
(beispielsweise wenn ein Maler seine Bilder präsentieren möchte), können Bilder auch mal etwas hochauflösender sein.
Generell jedoch sind große Bilder für gute Webseiten nicht geeignet.
- Ebenso ungeeignet für gute Webseiten ist in der Regel Hintergrundmusik. Abgesehen davon, daß dies die Ladezeit
erhöht, lenkt sie von den Inhalten der Webseite ab. Lediglich in einigen wenigen Fällen, z.B. wenn auf Webseiten Musik
präsentiert werden soll, ist Hintergrundmusik auch für gute Webseiten akzeptabel.
- Immer wieder hört man, auch von Webautoren, das Argument, gute Webseiten müßten nicht barrierefrei sein. Diese
Argumentation schließt nicht nur behinderte Netznutzer bewußt aus, sie ist auch kurzsichtig. Denn gerade Menschen mit
Behinderungen bedienen sich angesichts von Mobilitätseinschränkungen oftmals des Internet, um einzukaufen, Kontakte zu
knüpfen oder Informationen zu suchen. Diese Menschen verlieren Firmen als Kunden, wenn sie ihre Webseiten nicht
barrierefrei gestalten.
So weit zu den Irrtümern über gute Webseiten. Was macht aber nun gute Webseiten aus? Ich möchte nachfolgend
versuchen, einen Kriterienkatalog für gute Webseiten aufzustellen und auch zu begründen, warum ich diese Kriterien
für gute Webseiten für besonders wichtig halte.
15 Kriterien für gute Webseiten
Nachfolgend finden Sie eine Liste von 15 Kriterien für gute Webseiten.
Wenn Sie wissen wollen, ob eine Webseite eine
gute Webseite ist, können Sie diese Kriterien als Checkliste verwenden.
- Gute Webseiten müssen mit jedem Browser gut aussehen:
Oftmals werden Webseiten für einen bestimmten Browser optimiert, meistens den Internet
Explorer. Dies ist in den meisten Fällen unnötig. Es gibt eigentlich keinen Grund, eine
Webseite nur für einen bestimmten Browser zu optimieren. Vielmehr sperrt man sogar Benutzer
und somit evtl. potentielle Kunden aus. Gute Webseiten sind daher nicht für einen bestimmten
Browser optimiert, sondern werden vom Browser unabhängig gut dargestellt. Dies
ist mit einem konsequenten Einsatz von XHTML 1.0 Strict und CSS zu erreichen. Das heißt jedoch nicht, daß gute Webseiten zwingend in jedem Browser absolut gleich aussehen müssen.
Eine absolut gleich aussehende Darstellung ist bei einfachen Seiten durchaus umsetzbar, aber bei bestimmten Layouts würde man sich damit selbst beschränken, da Browser verschiedene Elemente
unterschiedlich interpretieren und manche Browser auch nicht alle neueren CSS-Elemente beherrschen. Natürlich hat das Kriterium der Browserunabhängigkeit aber auch seine Grenzen. Es macht keinen Sinn, jeden noch so alten Browser zu unterstützen. Aus diesem Grunde wird der Internet Explorer 6 bei Updates dieser Webseiten zukünftig auch nicht mehr unterstützt.
- Gute Webseiten sind nicht für eine Auflösung optimiert:
Ebenfalls recht häufig findet man die Unsitte, daß eine Webseite für eine bestimmte Auflösung
optimiert ist. Auch dies ist in den meisten Fällen völlig unnötig und hindert Benutzer mit
niedrigeren Auflösungen am Besuch der Webseite. Dies ist natürlich nicht im Sinne des
Erfinders. Daher sind gute Webseiten nicht für eine bestimmte Auflösung optimiert. Gute
Webseiten sind vielmehr mit jeder Auflösung benutzbar. Natürlich ist dies in bestimmten
Fällen, etwa bei PDAs, nur eingeschränkt möglich. Aber annähern kann man sich diesem Ziel auf
jeden Fall!
- Gute Webseiten bieten dem Besucher mehr Inhalt als technische
Spielereien: Inhalt (Content) ist das Lebenselixier für gute Webseiten. Inhalt, der
entsprechend aufbereitet ist, wird von Suchmaschinen gefunden. Das macht die Seite wiederum
populärer. Technische Spielereien dagegen, wie Flash-Filme o. ä., werden von Suchmaschinen
nicht oder nur mangelhaft verarbeitet. Gute Webseiten bieten daher ihre wesentlichen Inhalte ausschließlich in
XHTML codiert und überwiegend in Textform an. Manchmal sind natürlich auch Grafiken zur
Erläuterung eines Sachverhaltes notwendig. In diesen Fällen ist ein aussagekräftiger
alt-Tag mit einer Beschreibung der Grafik für gute Webseiten unverzichtbar.
- Gute Webseiten sind für Suchmaschinen optimiert: Was nützt Ihnen eine
gute Webseite, wenn sie nicht gefunden wird? Aus diesem Grund sind gute Webseiten für
Suchmaschinen zu optimieren. Die Inhalte sind so aufzuarbeiten, daß Suchmaschinen sie
verarbeiten können. Elemente wie Flash und andere Dinge sind Gift für die
Suchmaschinentauglichkeit von Webseiten. Daher sollte man diese Elemente für gute Webseiten
nur wohldosiert einsetzen, wenn es unbedingt nötig ist.
- Gute Webseiten sind barrierefrei: Auch dieses Kriterium ist nur bedingt
einzuhalten. Daher sollte es vielleicht viel eher heißen „gute Webseiten sind
barrierearm“. Denn völlig barrierefrei werden Sie eine Webseite vermutlich nie
bekommen können. Aber Sie können eine Webseite so gestalten, daß sie möglichst wenige
Barrieren enthält.
- Gute Webseiten sind in W3C-konformem XHTML 1.0 Strict geschrieben: Im
Netz findet man viele Webseiten, die irgendwie mit HTML-Editoren zusammengeklickt wurden. Das
Ergebnis sind meist Webseiten, die in keinster Weise den Standards des WWW Consortiums (W3C)
entsprechen. Diese Organisation hat eine Reihe von Regeln aufgestellt, wie der Code von
Webseiten geschrieben werden muß. An diese Standards sollten Sie sich halten, wenn Sie eine
gute Webseite erstellen wollen. Sie tragen u. a. dazu bei, daß Webseiten auf allen Browsern
vernünftig dargestellt werden. Darüber hinaus verbessern Sie möglicherweise die
Suchmaschinentauglichkeit Ihrer Webseite. XHTML 1.0 Strict ist ein Standard, der heute
auf allen gängigen Browsern problemlos verwendet werden kann und auch verwendet werden sollte.
- Gute Webseiten beinhalten eine klare Trennung von Inhalt und Gestaltung:
Auf vielen Webseiten werden nach wie vor veraltete HTML-Attribute verwendet, bei denen der
Inhalt einer Seite nicht klar von seiner Gestaltung getrennt wird. Dies hat verschiedene
Nachteile, vor allem, daß alle Gestaltungselemente für jede einzelne Seite neu definiert
werden müssen. Um diesen Aufwand zu minimieren, wurden Cascading Style Sheets (CSS)
entwickelt. Die Aufgabe von CSS ist es, Gestaltungselemente einer Webseite wie Farben,
Schriftarten usw. zur Verfügung zu stellen. Im XHTML wird dann nur noch der Inhalt einer
Seite strukturiert. Dies hilft u. a., eine Webseite barrierearmer zu gestalten, hat aber
auch viele andere Vorteile. So müssen alle Gestaltungselemente nur ein einziges Mal und
nicht für jede Webseite neu definiert werden. Gute Webseiten greifen daher auf die
Verwendung von CSS zurück.
- Gute Webseiten sind benutzerfreundlich: Auf vielen Webseiten wird
lediglich auf die Optik geachtet und der Benutzer dabei offensichtlich komplett vergessen.
Dabei sind Webseiten natürlich für den Benutzer da. Daher sollte sich dieser auf ihnen auch
gut zurechtfinden können. Eine klare Menüführung und eindeutige Link-Bezeichnungen sind nur
zwei Punkte, die gute Webseiten benutzerfreundlicher machen. Hinzu
kommen gute Inhalte. Dazu gehört auch, daß gute Webseiten nicht mit
Werbung überfrachtet werden, sondern die Inhalte im Vordergrund
stehen. Gute Webseiten sollten
zudem auch nicht mit Inhalten überladen werden. Wichtige Elemente einer Webseite sollten
darüber hinaus in reinem XHTML und CSS gestaltet werden. Wer gute Webseiten erstellen will,
verzichtet soweit wie möglich auf Flash und andere Elemente, die ein Plugin benötigen oder im
Browser eingeschaltet werden müssen.
- Gute Webseiten stellen die Funktion und den Inhalt in den Vordergrund, nicht die
Optik: Wenn Menschen eine Webseite besuchen, wollen sie sich in erster Linie über das Angebot auf der Seite informieren. Natürlich wirken dabei optisch gut gestaltete Webseiten auch positiv auf den Besucher.
Dennoch sollte der Schwerpunkt bei guten Webseiten auf der Funktionalität und dem Inhalt liegen, nicht auf der Optik. Hier ist weniger oft mehr. Insbesondere sollte man darauf achten, daß Gestaltungselemente den
Inhalt, auf den man besonders aufmerksam machen will, entsprechend betonen. Insbesondere für gute Webseiten im Geschäftsbereich ist das sehr wichtig. Sogenannte „Landing Pages“, also Webseiten, auf die im
Zuge einer Werbekampagne verlinkt wird, sind so zu gestalten, daß die Informationen zum beworbenen Produkt sehr schnell wahrgenommen werden können, da bereits wenige Sekunden darüber entscheiden, ob ein Besucher auf
einer Webseite bleibt oder nicht..
- Gute Webseiten sind sicher vor Angriffen: Auch diese Regel ist natürlich
nicht hundertprozentig umsetzbar. Es gibt kein absolut sicheres System. Aber viele
Webseiten, vor allem solche, die interaktive Elemente wie Gästebücher u. ä. enthalten,
sind häufig nicht ausreichend gegen Angriffe von außen abgesichert. Betroffen sind vor
allem Anwendungen in PHP und MySQL. Die Folgen können dramatisch sein und für kleine
Unternehmen sogar den Ruin bedeuten. Für gute Webseiten ist daher eine sichere Programmierung
von interaktiven Elementen Pflicht!
- Gute Webseiten sind schnell zu laden: Früher war dieser Aspekt für
gute Webseiten noch viel wichtiger. Zu Zeiten, als der durchschnittliche Internet-User nur
ein langsames Modem hatte, stachen gute Webseiten dadurch hervor, daß sie auch mit dieser
technischen Ausstattung schnell geladen wurden. Aber auch heute ist die Ladezeit ein gutes
Kriterium für gute Webseiten, denn viele DSL-Surfer haben einen Volumen-Tarif und müssen
extra zahlen, wenn dieser ausgeschöpft ist. Gute Webseiten brauchen auch keine
riesigen, mehrere MB großen Bilder. Für Webseiten sind Bilder, die nicht so viel Speicher
fressen und Traffic erzeugen, besser, auch wenn man dafür leichte Einbußen bei der Auflösung
in Kauf nehmen muß.
- Gute Webseiten beinhalten nur dann clientseitige Scripte und proprietäre Formate
wie Flash, wenn es zur Umsetzung bestimmter Ziele unbedingt nötig ist: Vielfach
findet man auf Webseiten schöne Flash-Filme oder tolle, mit JavaScript realisierte Effekte.
Dies sieht auf den ersten Blick ansprechend aus, hat aber auch große Nachteile. Wie wir oben
gelesen haben, sind gute Webseiten für Suchmaschinen optimiert. Zudem sollten gute Webseiten
auf jedem Rechner anschaubar sein. Beide Ziele werden durch den Einsatz von Elementen wie
JavaScript und Flash verfehlt. Nicht so gute Webseiten, die rein aus Flash
bestehen, können von Suchmaschinen nicht berücksichtigt werden. Das Gleiche gilt für Inhalte,
die mit JavaScript präsentiert werden. Zudem können User, die kein Flash-Plugin haben oder
JavaScript ausschalten, solche Seiten nicht oder nur eingeschränkt anschauen. Für gute
Webseiten sollte man solche Elemente daher nur verwenden, wenn es eine Anwendung zwingend
erfordert. Flash-Filme sind zwar oft ästhetisch, lenken aber zudem Aufmerksamkeit vom
Wesentlichen, dem Informationsgehalt der Webseite, weg. Gute Webseiten sollten daher viel
mehr mit Inhalt überzeugen. Das Gleiche gilt für JavaScript. Für die meisten gestalterischen
Elemente ist kein JavaScript nötig. Gute Webseiten heben sich dadurch ab, daß solche Elemente
mit CSS umgesetzt sind. Damit kommt man gleichzeitig einem weiteren Kriterium für gute
Webseiten näher, nämlich der Barrierefreiheit.
- Gute Webseiten sind in korrekter Rechtschreibung und
Zeichensetzung verfaßt: Schaut man sich heute auf vielen
Webseiten um, so wimmelt es dort nur so vor Rechtschreib- und
Zeichensetzungsfehlern. Natürlich kommt es gelegentlich zu
Tippfehlern, aber Webseiten, auf denen sich die Fehler häufen, vermitteln
nicht einmal ein
Mindestmaß an Seriosität. Das gilt auch für Webseiten, auf denen
jedes Wort klein geschrieben ist. Gute Webseiten heben sich durch
eine korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung von der Masse ab.
Ob dabei die alte oder die neue Rechtschreibung verwendet wird, ist
diesbezüglich egal, solange eine Variante beibehalten wird. Ich
persönlich bevorzuge die alte Rechtschreibung, beherrsche aber auch die neue Rechtschreibung für Ihre
Webseite.
- Gute Webseiten sind natürlich auch ästhetisch: All die bisher genannten
Punkte sind von größter Bedeutung für gute Webseiten. Darüber hinaus darf man aber natürlich
die Ästhetik einer Webseite nicht vergessen. Gute Webseiten sollte auch schön anzusehen
sein. Ich bin zwar der gleichen Meinung wie Dr. Meinhard Mang, der in seinem Artikel Webdesign... Müssen Webseiten
schön und ästhetisch sein? schreibt „Webseiten sind kein Kunstmuseum“. Gute Webseiten bauen primär auf
Inhalt, nicht auf eine exzessive künstlerische Ausgestaltung. Aber zur Ästhetik für gute Webseiten gehören für mich auch
die ansprechende Farbwahl oder die Wahl schöner, aber kleiner Bilder, wenn man welche verwenden möchte. Auch die richtige
Abstimmung dieser Elemente macht aus Webseiten gute Webseiten. Dafür braucht es allerdings weder Flash noch JavaScript.
Gute Webseiten können ohne Weiteres alleine mit XHTML und CSS ansprechend gestaltet werden.
- Gute Webseiten entsprechen höchsten Datenschutzstandards: Datenschutz beziehungsweise Verstöße dagegen sind derzeit in aller Munde. Auch im Web halten sich viele kommerzielle und private Webseiten nicht im Mindesten an Datenschutzrichtlinien. Gute Webseiten, auf denen personenbezogene Daten erhoben werden, orientieren sich dagegen an höchsten Datenschutzstandards. Personenbezogene Daten werden auf guten Webseiten nur dann erhoben, wenn es unbedingt notwendig ist, um dem Besucher einen Dienst zur Verfügung zu stellen. Auf guten Webseiten werden Besucher über die Art und Verwendung der erhobenen personenbezogenen Daten genauestens informiert, und sie finden eine Kontaktmöglichkeit, um die von ihnen gespeicherten personenbezogenen Daten abzufragen.
Diese Auflistung von Kriterien für gute Webseiten erhebt keinerlei Anspruch
auf Vollständigkeit. Aber sie vermitteln ungefähr einen Eindruck davon, wie ich meine Arbeit
verstehe und was gute Webseiten für mich sind. Die genannten Kriterien stehen im Mittelpunkt
meiner Arbeit, und ich bin mir sicher, damit für meine Kunden gute Webseiten erstellen zu
können. Ich möchte mich mit diesen Kriterien für gute Webseiten auch vom klassischen
„Webdesign“ abgrenzen. Beim klassischen „Webdesign“ sind die
Kriterien für gute Webseiten meist nicht erfüllt, wie ich in einem anderen Artikel über „Webdesign als Kunstform“
aufzeige. Wenn Sie mehr über meine Arbeit und darüber, wie ich nach den obigen Kriterien gute
Webseiten für Sie erstellen kann, wissen wollen, so besuchen Sie doch mal meine Seite zur Webseitenerstellung.