Dein Web ist in Gefahr – und du merkst es nicht!

erstellt am: 13.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Allgemein | Schlagwörter: , , , , , , , ,

Ich bin nun schon zwanzig Jahre im Internet und somit auch im Web unterwegs. In den letzten Jahren bemerke ich eine Entwicklung, die mir nicht gefällt. Das Web verändert sich. Währnd wir vor einigen Jahren noch eine Vielzahl von Websites genutzt haben, konzentrieren sich die Aktivitäten vieler Menschen im Web mittlerweile auf einige wenige Anbieter sozialer Netzwerke, vornehmlich Facebook. Man informiert sich überwiegend über die Timeline seiner Freunde. Twitter nutzen auch noch sehr viele aktiv, Google+ schon wesentlich weniger. Auch in anderen Bereichen des Internet sieht es nicht besser aus. Mobil etwa chatten die meisten über WhatsApp, das es mittlerweile auch als Desktop-Anwendung gibt – und das inzwischen Facebook gehört.

Mit anderen Worten: Die Nutzung des Webs konzentriert sich mehr und mehr auf einige wenige Monopolisten. Und diese Monopolisten versuchen natürlich, ihre Macht auszubauen, wie etwa Facebook, das mit einigen Zeitungen vereinbart hat, dass bestimmte Artikel nur noch über das soziale Netzwerk veröffentlicht werden sollen. Die Politik tut das Ihrige dazu und stellt immer wieder die Netzneutralität, also die Gleichbehandlung aller Anbieter im Netz, zugunsten von Monopolisten infrage. Der Datenschutz wird zugunsten der Großkonzerne ausgehöhlt oder von diesen gar nicht erst beachtet. (mehr …)

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Noch eine Leseempfehlung

erstellt am: 16.01.2016 von Alex | Kategorie(n): Leseempfehlungen | Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Im Juli 2015 habe ich euch den Artikel von Hossein Derakhshan zu bedenklichen Entwicklungen im Web wie die Abwertung von Hyperlinks und Zentralisierung sowie Reduzierung der Meinungsvielfalt durch große soziale Netzwerke ans Herz gelegt. In genau die gleiche Kerbe schlägt der Artikel von Sven Lennartz Blogs brauchen – ! Ein Plädoyer für mehr Links. Er empfiehlt, in Blogs mehr Links zu anderen Quellen zu setzen. Sein Motiv ist aber nicht etwa SEO, wie es oft der Fall ist. Er beklagt vielmehr ähnlich wie Hossein Derakhshan die Zentralisierung des Web durch große soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook und fordert uns auf, Artikel, die wir gut finden, nicht nur dort zu teilen, sondern auch in unseren Blogs zu verlinken. Er schreibt dazu:

„Wenn etwas gut ist, gebe dich nicht damit zufrieden den Link via Facebook oder Twitter zu teilen, du musst ihn in einem Beitrag verwenden. So lenkst du selbst den Traffic. Überlass das nicht den Diensten. Die können es zweifellos, doch sie tun es nie uneigennützig. Die Unternehmen wollen immer ihren Anteil, wollen stets mitverdienen nach Tradition der Mafia. Das dürfen wir ihne nicht erlauben, wir müssen es selbst in den Händen halten.“

Gegen die Großen kann man nur bestehen, indem man zusammenhält. Das war schon immer so. Doch stattdessen erlauben wir es den Netzwerken uns gegeneinander auszuspielen. Am Ende gewinnt immer das Netzwerk. Das nervt mich. Das finde ich schlecht. Das will ich nicht.

Ich will Blogs verlinken, nicht Facebook. Social Media sollte keinen Traffic verteilen, diese mächtige Position sollten wir niemandem gestatten. Wir sollten es selbst tun. Verlinke, um ein Zeichen gegen den umsichgreifenden Social Media Wahn zu setzen.“

Ich finde, besser kann man nicht ausdrücken, worum es geht. Auch seiner Aufforderung „Scheiß auf Google!“ kann ich nur zustimmen. Genau das tue ich in diesem Blog auch.

Was man der Macht der „Großen“ wie Twitter, Google und Facebook entgegensetzen kann, erklärt er ebenfalls. Er nennt Blogparaden und Linkparties als gute Möglichkeiten, andere Blogs zu verlinken. Letztere sind ein Konzept, das ich selbst noch nicht kannte, aber recht interessant finde. Last but not least bedauert er das Verschwinden der Blogrolls – das sicher auch damit zu tun hat, dass WordPress die Funktion aus dem Core geworfen hat – und regt an, wieder eines einzurichten. Das werde ich hier auch tun.

Langer Rede kurzer Sinn: Lest den Artikel! Und verlinkt ihn und andere! Es lohnt sich!

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Die Sache mit den Fachbegriffen und der Professionalität im Web

erstellt am: 21.07.2015 von Alex | Kategorie(n): Begriffe, Dienste | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Eine Sache, die mir schon lange immer wieder unangenehm auffällt, ist die völlig falsche Verwendung von Fachbegriffen im Bezug auf das „World Wide Web“ (auch „WWW“ oder oft, wie in diesem Artikel, „Web“ genannt), und das selbst von ausgebildeten oder selbsternannten „Profis“, die sich beruflich mit dem Web befassen und damit ihr Geld verdienen.

In diesem Artikel möchte ich daher zum einen einmal einige dieser Begriffe und ihre richtige Verwendung klären. Das wurde schon oft gemacht und ist an sich nichts Neues, ist aber notwendige Grundlage für einen anderen Punkt, den ich diskutieren möchte.

Dieser Punkt hat etwas mit Professionalität zu tun. Ich möchte die Frage aufwerfen, warum Menschen, die sich beruflich mit dem Web beschäftigen, offensichtlich oft keine Veranlassung sehen, Fachbegriffe korrekt zu verwenden, und das auch fast immer kritiklos durchgeht, ja, warum Kritikern sogar Prinzipienreiterei vorgeworfen wird, wenn sie die richtige Verwendung von Begriffen anmahnen und die falsche als unprofessionell bezeichnen. In keinem anderen technischen Beruf würde man das einem „Profi“ durchgehen lassen. Warum ist das beim Web anders? (mehr …)

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Eine Leseempfehlung

erstellt am: 15.07.2015 von Alex | Kategorie(n): Leseempfehlungen | Schlagwörter: , , , , , ,

Der iranische Blogger Hossein Derakhshan wirft nach über sechs Jahren im Gefängnis, die er wegen eines Blogartikels dort verbrachte, einen Blick auf das Web und darauf, wie es sich in diesen sechs Jahren verändert hat. Er erkennt genau dieselben negativen Aspekte, die ich auch in diesem Blog diskutiere, unter anderem eine Abwertung von Hyperlinks, eine Zentralisierung des Web sowie eine Reduzierung der Meinungsvielfalt durch den Stream sozialer Netzwerke. Darüber hinaus beklagt er eine Wandlung des Web zu einer Art Fernsehen, weg von langen Texten hin zu kurzen Nachrichten und vor allem Bildern und Videos.

Derakhshan hat mit diesem Text eine ebenso umfangreiche und lange wie spannend zu lesende und inhaltlich wertvolle Analyse des Web verfasst, die ich euch wärmstens ans Herz lege.

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kurze URLs: Ein gefährlicher Segen?

erstellt am: 21.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Dienste | Schlagwörter: , , ,

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 26. 10. 2008 in meinem allerersten Blog auf wordpress.com

Im Zuge meiner ersten Erfahrungen mit Twitter habe ich mich in den letzten Tagen vermehrt mit der Technologie beschäftigt, mit der sogenannte Kurz-URL-Dienste arbeiten. Mittlerweile gibt es verschiedene Anbieter, die die Möglichkeit bieten, normale, lange URLs zu kürzen und durch ein Format zu ersetzen, das ungefähr so aussieht: http://anbieter/code. anbieter ist dabei die Domain des Anbieters des Services, und der code steht für den codierten URL der Website. Diese Daten werden verknüpft mit dem richtigen URL in einer Datenbank gespeichert, sodass beim Aufruf des gekürzten URLs der richtige URL aufgerufen werden kann. Insbesondere bei Microblogsystemen wie Twitter sind kurze URLs sehr verbreitet, da man bei diesen Systemen nur wenige Zeichen zur Verfügung hat. Da bietet es sich an, stattdessen auf eine Webseite zu verweisen und dafür eine kurze URL (Short URL) zu verwenden.

So weit, so gut. Aber es gibt auch eine dunkle Seite bei kurzen URLs. Die Verwendung kurzer URLs birgt einige erhebliche Probleme: (mehr …)

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Warum ich das „Web 2.0“ kritisch sehe

erstellt am: von Alex | Kategorie(n): Geschichte des Web | Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 2. November 2008 in meinem allerersten Blog auf wordpress.com.

Seit ich auf Twitter bin, fällt mir verstärkt auf, dass viele Leute dort ziemlich unreflektiert die „Segnungen“ des sogenannten „Web 2.0“ feiern. Ich kann mich dieser Zelebrierung nicht anschließen. Für mich ist das „Web 2.0“ nichts als ein ziemlich inhaltsleerer „Plastikbegriff“. (mehr …)

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Ist die „Sehnsucht nach dem alten Web“ wirklich so schlecht?

erstellt am: 20.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Geschichte des Web | Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

t3n diskutiert heute ein interessantes Thema, nämlich die „Sehnsucht nach dem alten Web“. Der Autor meint damit die Sehnsucht nach der „Periode, in der sich plötzliche, totale Freiheit mit der Abwesenheit von formellen Strukturen und traditionellen Hierarchien paarte.“. (mehr …)

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Die Informationsgesellschaft im Wandel vom „cogito ergo sum“ zum „curo cogitandum ergo sum“

erstellt am: 15.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Dienste | Schlagwörter: , , , , ,

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 17. 8. 2014 in meinem privaten Blog.

Der Philosoph René Descartes hat 1641 den berühmten Satz „cogito ergo sum“, zu Deutsch „Ich denke, also bin ich“, zum Grundsatz seiner Philosophie des Geistes erhoben. Er schreibt in seinen Meditationes de prima philosophia „Da es ja immer noch ich bin, der zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder phantasiert, selber nicht mehr zweifeln.“. Für Descartes ist also das eigene Denken und auch der Zweifel ein unumstößlicher Beleg für die eigene Existenz.

Auch in unserer Informations- und Kommunikationsgesellschaft sollte das eigentlich nicht anders sein. (mehr …)

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Social Media – Selfish Media

erstellt am: von Alex | Kategorie(n): Dienste | Schlagwörter: , , , , , , ,

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 2. 2. 2013 in meinem privaten Blog.

Dienste wie Facebook, Google+ oder Twitter werden zusammengefasst auch als soziale Netzwerke oder Social Media bezeichnet. Diese Begriffe suggerieren, dass dort eine Art von Gemeinschaft entsteht, innerhalb derer man sich austauscht, Inhalte miteinander teilt sich umeinander kümmert und miteinander kommuniziert, es also wirklich sozial im Sinne von gemeinschaftlich zugeht. Aber ist das wirklich so? (mehr …)

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Warum ich in diesem Blog doppelten Content zulasse

erstellt am: 14.06.2015 von Alex | Kategorie(n): Selbstverständnis | Schlagwörter: , , , , , , ,

Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, habe ich hier vier Artikel republiziert, die ich bereits in anderen Blogs veröffentlicht hatte, weil sie thematisch in dieses Blog passen. Gleichzeitig habe ich die Artikel – auch wegen der dort schon vorhandenen Kommentare – in den anderen Blogs bewusst online gelassen und keine Weiterleitung gesetzt. Es ist bekannt, dass Google das als „doppelten Content“ bestraft und Seiten abwertet. Ihr fragt euch jetzt sicher, warum ich nichts dagegen tue. Die Antwort ist einfach:

Es ist mir egal. (mehr …)

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Rant: Eine Website ist down – und die Welt dreht hohl?

erstellt am: von Alex | Kategorie(n): Allgemein, Dienste | Schlagwörter:

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 21. 10. 2013 in meinem privaten Blog angesichts einer Downtime von … You know who. 😉

Heute war eine Website – ich betone: eine – in diesem Web wohl für kurze Zeit down bzw. einiges funktionierte nicht richtig. Das Ergebnis?

Nein, nicht etwa Business as usual. Die online befindliche Menschheit dreht hohl. Es werden massenweise Tweets und Blog-Artikel zu diesem „Ereignis“ verfasst.

Sagt mal, Leute, geht’s noch? Habt ihr echt nix Besseres zu tun, als euch über den kurzen Ausfall einer einzigen Website in diesem Web zu ereifern? Wie abhängig seid ihr eigentlich schon von diesem … ach, ihr wisst doch sicher, wovon ich rede!

Denkt mal drüber nach! Echt jetzt!

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